Die Weiterentwicklung der Digital Asset Management-Systeme

Die Entwicklung des Digital Asset Management: Die Power der heutigen Lösungen

Obwohl den heutigen Marketern die Bedeutung und Vorteile von DAM-Plattformen (Digital Asset Management) für Unternehmen durchaus bekannt sind, ist es für die meisten eine Überraschung zu erfahren, inwieweit sich traditionelle und moderne Lösungen voneinander unterscheiden. Denn seit deren Einführung in den 90er-Jahren wurden die DAM-Plattformen von Grund auf überarbeitet. Im ersten Artikel unserer Artikelreihe „Die Entwicklung des Digital Asset Management“ konzentrieren wir uns auf die unterschiedlichen Art und Weisen, wie sich das DAM im Laufe der vergangenen Jahre weiterentwickelt hat, um immer mehr innovative Lösungen zu integrieren.

Genau wie der Terminal oder Webbrowser, den Sie gerade nutzen, hat sich die Digital Asset Management-Technologie extrem verändert, um sich den stetig wandelnden, technischen und kundenspezifischen Bedürfnissen anzupassen. Als zuvor eigenständige Datenbanklösung für Bilder und Videos hat sich das DAM nach und nach zu einem wesentlichen Bestandteil der MarTech-Stacks von Unternehmen entwickelt, um heute eine wichtige Rolle beim digitalen Wandel zu spielen. Das DAM konnte im aktuellen Kontext des Digital Marketings sogar noch mehr an Bedeutung gewinnen, da sich der Umstieg auf E-Commerce-Lösungen – mit besonderem Schwerpunkt auf ein optimales Kundenerlebnis – in den vergangenen Jahren noch intensiviert hat.

 Welche Formen bzw. „Phasen“ konnten also in Bezug auf das Digital Asset Management beobachtet werden?

DAM 1.0: Eine eigenständig Mediendatenbank zum Suchen und Speichern von Assets

Die ersten DAM-Lösungen wurden für einen und vielleicht auch offensichtlichen Zweck entwickelt: Die Verwaltung Ihrer digitalen Assets. Die damals verwendeten einfachen, lokalen Datenbanken wurden für die Speicherung von Unternehmen-Assets wie Bilder, Videos und Audiodateien verwendet, um die Marken- und Marketingaktivitäten besser zu unterstützen.

Die erste Generation des DAM ermöglichte die erfolgreiche Verwaltung von HD-Assets bei einer niedrigen Bandbreite. Dies half den Unternehmen – vor allem Verlags- und Druckunternehmen – Grenzen zu überwinden, die mit der Speicherung und dem Abruf von Assets über unterschiedliche Terminals wie externen Festplatten und Plattformen verbunden sind.

Das DAM 1.0 wurde jedoch selbst bald mit Einschränkungen konfrontiert. Die Teams konnten zwar Assets einfacher suchen und teilen, aber diese eigenständigen Systeme waren nicht mit den umfassenderen Technologie-Stacks der Unternehmen verbunden und boten lediglich grundlegende Speicherfunktionen.

Durch die Vervielfältigung der Marketing- und Vertriebskanäle sowie der Medientypen, benötigten Unternehmen mehr als das, was ein einfaches DAM-System bieten konnte. Das „Standard“-DAM sollte mehr als nur das Asset bzw. Visual Content Management ermöglichen.

DAM 2.0: Das „Single Source of Truth“-Prinzip für ein effizientes Marketing

Die zweite Phase des DAM ging weit über das Asset Management hinaus. Mit dem DAM 2.0 wurde das „Single Source of Truth“-Prinzip geboren: Das DAM entsprach einer zentralen Datenbank und primären Referenz für Ihre Assets und konnte als einzige Quelle für die Zusammenarbeit und Verteilung verwendet werden. Dies wurde durch DAM-Lösungen ermöglicht, die sich von einer lokalen zu einer Cloud-Lösung weiterentwickeln konnten.

Durch den wachsenden Druck, der auf die Marketer ausgeübt wurde, um Inhalte über zahlreiche Kontaktpunkte bereitzustellen, musste das DAM eine größere Rolle im Marketing-Lebenszyklus einnehmen. Durch die Einbindung von Upstream-Funktionen und der Verknüpfung mit Downstream-Kanälen behob das DAM 2.0 einige Probleme der Vorgängerversion DAM 1.0. Self-Service-Tools und kollaborative Workflows wurden jetzt erstmals für die Validierung neuer Assets genutzt, während Integrationen mit Content-Management-Systemen (CMS), Social-Media-Publishing-Kanälen oder Marketing-Automatisierungstools ermöglicht wurden, um Assets kanalübergreifend bereitzustellen.

Das DAM glich somit nicht mehr einer statischen, zeitsparenden Datenbank zum Hoch- und Herunterladen von Marketinginhalten, sondern einer zentralen Plattform, die Marketingaktivitäten rationalisieren und die Produktivität steigern konnte. Das Leben der Marketer, Autoren oder Markenmanager wurde somit erheblich vereinfacht. In

Obwohl das DAM 2.0 mehr und mehr an Effizienz gewann, verblieb es weiterhin eine unidirektionale Lösung: Die Daten flossen lediglich von der DAM-Lösung in Richtung der Kommunikationskanäle.

DAM 3.0: Die neueste Entwicklung des Digital Asset Management – der Eckpfeiler Ihres MarTech-Stacks, das Kundenerlebnisse fördert

Die Bereitstellung Ihrer Inhalte auf Websites oder auf den sozialen Netzwerken entsprach in der zweiten DAM-Phase einer wichtigen Verbesserung. Das DAM 2.0 bot jedoch nicht die nötige Interkonnektivität, die die Marken benötigen, um das Kundenerlebnis weiterhin zu optimieren. Mit dem DAM 3.0 wurde – und wird – das Digital Asset Management zum grundlegenden Eckpfeiler der MarTech-Stacks, um Omnichannel-Strategien zu beherrschen.

Anhand von leistungsstarken APIs und durch die Headless-Architektur konnten DAM-Lösungen mit anderen wichtigen Tools und Systemen wie ERP, PIM, CRM, CMS und noch vielen mehr verbunden werden und dynamisch interagieren. Die Daten flossen nun in beide Richtungen: und zwar zwischen dem DAM-System und diesen wichtigen Anwendungen. Das DAM lieferte nun Daten und erhielt ebenfalls solche.

Die heutigen DAM-Systeme sind hoch automatisiert und stellen sicher, dass die richtigen Assets in den richtigen Dateiformaten für die richtigen Medienkanäle bereitgestellt werden. Sie ermöglichen den Marketern ebenfalls, wichtige Informationen über ihre Inhalte und Kunden (Standort, Sprache, Terminal) zu erheben, um die vom DAM-System gelieferten Assets individuell gestalten zu können. All dies wird durch die neue Integrierbarkeit ermöglicht, die die Abgleichung der Asset-Metadaten mit den Kunden- oder Produktdaten unterstützt, aber auch durch die neuen „atomaren Inhalte“, bei denen Teile von Informationssplittern dynamisch und in Echtzeit zusammengefügt werden, um größere, bedeutungsvolle Inhalte über alle Kanäle hinweg zu erstellen. In modernen DAM-Systemen werden ebenfalls Analysen verwendet, um aggregiertes Omnichannel-Feedback und Empfehlungen für Content-Produzenten bereitzustellen.

Den Kunden wird somit ein individuelles und nahtlos visuelles Erlebnis geboten, das sie benötigen, um die richtige Kaufentscheidung zu treffen, während die Marken ihren ROI kontinuierlich maximieren, flexibler werden und ihren Umsatz steigern können.

All diese Innovationen verfolgen ein gemeinsames Hauptziel: Die Herausforderungen in Bezug auf das Kundenerlebnis zu meistern.

Deshalb könnten sich moderne DAM-Systeme zu Omnichannel-Content-Plattformen oder integrierten digitalen Erlebnisplattformen (DXPs) weiterentwickeln. Diese Lösungen sind nicht nur darauf ausgelegt, Inhalte zu erzeugen und zu verwalten, sie orchestrieren ebenfalls im weiteren Sinne ein persönliches und einheitliches Omnichannel-Kundenerlebnis.

Steht uns also in naher Zukunft eine Version 4.0 des Digital Asset Management bevor?

Das Digital Asset Management hat sich von Beginn an von einem einfachen Content-Management-Tool zu einem zentralen Element des MarTech-Stacks entwickelt. Wir können somit in den kommenden Jahren nur erwarten, dass das DAM 4.0 auch weiterhin die Kundenbindung und den Absatz fördern wird. Da das Digital Asset Management die integrierten Analyse- und Integrationsfunktionen intensiviert, werden Unternehmen besser in der Lage sein, die Effizienz der Assets für ein bestimmtes Land, eine bestimmte Produktpalette oder Typologie zu messen. Das DAM wird somit zu einer idealen Lösung für Imageleader, Webmaster, Community-Manager, E-Commerce-Manager und digitale Führungskräfte, um deren Marken zum Erfolg zu führen und das Unternehmenswachstum zu fördern.

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