Digital Asset Management für Omnichannel-Marketing

Omnichannel-Marketing und die Rückkehr zum „phygitalen“ Shoppen

Um Ihren Kunden ein integriertes und personalisiertes Einkaufserlebnis zu bieten, müssen Sie nicht nur auf allen Online- und Offline-Kanälen präsent sein. Marken – und insbesondere Einzelhändler – die im Jahr 2021 erfolgreich im Wettbewerb bestehen wollen, sollten Omnichannel-Kunden von heute dort abholen, wo sie sich aufhalten, und gleichzeitig sicherstellen, dass jede Interaktion nahtlos, konsistent und personalisiert ist. Warum ist Omnichannel-Marketing und insbesondere eine „phygitale“ Strategie heutzutage also essentiel für ein erfolgreiches Marketing? Und welche Rolle spielt das Digital Asset Management (DAM) bei diesen Bemühungen?

Der Begriff Omnichannel-Marketing ist Ihnen vielleicht schon bekannt, aber er ist längst nicht mehr nur ein Marketing-Schlagwort. Omnichannel-Marketing hat sich zu einer Top-Priorität bei digitalen Transformation von Unternehmen entwickelt, und die meisten Marken haben ihre Omnichannel-Investitionen im Zuge der globalen Pandemie beschleunigt. 

Die Flucht in die digitale Welt und das Online-Shopping, die wir während der Gesundheitskrise erlebt haben, hat einen erheblichen und dauerhaften Einfluss auf die Kaufgewohnheiten der Kunden hinterlassen. Kunden kaufen online und holen ihre Einkäufe im Geschäft ab (BOPIS: Buy online, pick up in store – Online kaufen, im Laden abholen). Laut Manhattan Associates haben Verbraucher eine starke Absicht, Modelle wie BOPIS (27 %) und Versand ab Laden (28 %) auch nach der Pandemie zu nutzen. Sie nutzen mobile Apps für ihre Bankgeschäfte und ihre Gesundheitsversorgung. In Geschäften und Restaurants bezahlen sie inzwischen digital mit ihren Smartphones und Wearables. Die Erwartungen der technikaffinen und erlebnisorientierten Kunden von heute haben neue Höhen erreicht. Da Kunden außerdem Wert auf Bequemlichkeit, Flexibilität und Relevanz legen, ist die Qualität des von Ihnen gebotenen Kundenerlebnisses das beste Spiegelbild des Eindrucks, den Ihre Kunden von Ihrer Marke gewinnen.

Omnichannel Marketing: Mehr als die Summe seiner Einzelteile

Unternehmen müssen daher sicherstellen, dass sie positive und konsistente Erfahrungen über eine Vielzahl von Geräten und Berührungspunkten hinweg bieten:

Natürlich auf ihren Webseiten und E-Commerce-Seiten, aber auch in sozialen Netzwerken, mobilen Apps und sogar auf Online-Marktplätzen. Beim Omnichannel-Marketing geht es darum, Synergien zu schaffen, damit Kanäle zusammenarbeiten, um so ein einheitliches Messaging und personalisierte Markenerlebnisse zu schaffen, unabhängig davon, ob ein Kunde im Internet surft, seinen E-Mail-Posteingang prüft oder sich am Point of Sale in einem Online-Shop oder physischen Geschäft befindet. Display-Anzeigen, Social-Media-Anzeigen und personalisierte E-Mail-Kampagnen sind nur einige der Möglichkeiten, wie Marken ihre Omnichannel-Kunden, die zuvor ihre E-Commerce-Webseite besucht und ihren Einkaufswagen verlassen haben, erneut ansprechen und konvertieren.

DAM als Herzstück erfolgreicher Omnichannel-Erlebnisse

Die Bereitstellung personalisierter und einheitlicher Omnichannel-Kundenerlebnisse über alle Kanäle und Formate hinweg mag wie ein unmögliches Unterfangen erscheinen, aber mit der richtigen Technologie können Sie Ihre Omnichannel-Marketing-Träume in die Realität umsetzen. Digital Asset Management (DAM) und Digital eXperience Mangament gibt es, um Marken dabei zu helfen, die bestmögliche Kundenerfahrung mit ihrer Marke und ihren Inhalten zu schaffen, egal wo ihre Kunden sind. 

Mit diesen Plattformen können Sie sicherstellen, dass alle Ihre Marketingkampagnen, visuellen Inhalte und Botschaften konsistent sind, aber auch für den jeweiligen Kontext optimiert sind – zum Beispiel für den Kanal und das Gerät, aber auch für den lokalen Markt und die Käufer-Persona. Eine Enterprise-DAM-Plattform mit Customer-Experience-Funktionen ermöglicht es Unternehmen, automatisch alle Medien-Varianten zu erstellen, die sie für Display-Werbung, soziale Kanäle, E-Commerce- und M-Commerce-Kanäle sowie für unterschiedliche Bandbreiten und Bildschirmgrößen benötigen. Mit dem DAM von Wedia ist es sogar möglich, personalisierte E-Mail-Kampagnen und lokalisierte In-Store-Druckmaterialien aus vorgefertigten Vorlagen zu erstellen. 

Marketing-Teams sparen nicht nur Zeit bei der Erstellung und Markteinführung von Inhalten, sondern stellen durch die Integration des DAM mit ihrem gesamten Martech- und App-Ökosystem (PIM, CRM, CMS, CDP) sicher, dass jedes Kundenerlebnis kohärent und relevant ist, da wichtige produkt-, kunden- und inhaltsbezogene Daten genutzt werden.

Um Omnichannel-Marketing richtig zu betreiben, ist es jedoch wichtig, über die digitalen Touchpoints hinaus zu denken. Vor allem, da Kunden wieder in den klassischen Einzelhandel zurückkehren, müssen Einzelhändler das traditionelle Einkaufserlebnis erneuern und es vollständig in ihre Omnichannel-Strategie integrieren. Mit anderen Worten: Sie müssen darüber nachdenken, wie sie das physische Einkaufserlebnis in ein „phygitales“ verwandeln können.

Was ist „phygitales“ Marketing?

Beim phygitalen Marketing geht es darum, die physische und die digitale Welt zu verschmelzen, um ein hervorragendes Einzelhandelserlebnis zu schaffen, vom ersten bis zum letzten Touchpoint. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, das Einkaufserlebnis im Geschäft mit den digitalen Gewohnheiten der Kunden in Einklang zu bringen. Das Einkaufen im Laden ist nach wie vor ein unersetzlicher Kontaktpunkt, da Kunden nach wie vor Produkte anprobieren und anfassen oder mit dem Verkaufspersonal sprechen möchten, um eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Es ist einfach, kleine Ausgaben online zu tätigen, aber wenn es zum Beispiel um den Kauf eines neuen Smartphones oder Motorrads geht, sieht die Sache anders aus. 

Von Lebensmittelgeschäften bis hin zu Telekommunikationsanbietern und Autohäusern beteiligen sich Marken aus allen Branchen an der phygitalen Einzelhandelsrevolution. 

Ein europäisches Telekommunikationsunternehmen  ist ein Paradebeispiel dafür. Als Teil eines Programms zur Digitalisierung des Kundenerlebnisses in seinen Geschäften stattet der Telekommunikationsanbieter jeden seiner Verkäufer mit einem Tablet aus. Auf diese Weise können die Verkäufer oder „Kundenberater“ über neue Produkte und Werbeaktionen informiert werden und auf Marketinginhalte wie PDF-Dokumente, Produktbilder und Videos zugreifen, um den Kunden am physischen Verkaufsort mit personalisierten Empfehlungen zu unterstützen. 

Auch Automobilhersteller integrieren ihre stationären Händler in ihre Omnichannel-Strategien. Ein großer Hersteller von Nutzfahrzeugen hat einen Online-Lkw-Konfigurator in seinen Händlerbetrieben eingeführt, mit dem Kunden das Äußere und Innere ihres idealen Lkw virtuell entwerfen, bauen und anpassen können. Wenn ein Kunde Änderungen an seinem Lkw vornimmt, wird ein drehbares 3D-Modell zusammen mit den entsprechenden Preisinformationen aktualisiert. 

Dank einer Cloud-basierten zentralen Quelle der Wahrheit sind Digital Asset Management und Digital eXperience Management strategisch so platziert, dass sie Unternehmen über alle Vertriebskanäle hinweg unterstützen. Durch die Zentralisierung einer Vielzahl von validierten Inhalten, von Fotos und Videos bis hin zu 360°- und 3D-Bildern, können Sie sich auf DAM verlassen, um Ihr Omnichannel-Marketing zu orchestrieren, konsistente und personalisierte Erlebnisse anzubieten und Ihren Omnichannel-Kunden näher zu kommen.

Wie Sie Ihre Inhalte in den Dienst des Kundenerlebnis stellen können