Was sind Metadaten? Und welche Rolle spielen sie in einem DAM?

Metadaten sind Daten, die zur Darstellung anderer Daten verwendet werden; in einem DAM sprechen wir also konkret von der Beschreibung der Marketing-Inhalte in Form von Foto, Video, Audio, 3D, 360° etc. Die Hauptaufgabe von Metadaten besteht darin, die Anzahl der für einen digitalen Inhalt verfügbaren Aktionen zu erweitern. Metadaten geben Aufschluß über den Kontext und andere nützliche Informationen. Anhand dieser Informationen können sie identifiziert, beschrieben, ihre Herkunft und ihr Nutzen erklärt oder sogar ihre Empfänger ermittelt werden. Bei einer DAM-Lösung erleichtern Metadaten die Suche und gemeinsame Nutzung von Marketing-Inhalten, die Verwaltung von Datensammlungen, den Erhalt diverser visueller Ressourcen und ermöglichen nicht zuletzt die zentralisierte Verwaltung von Rechten. Sie sind der Identitätsausweis eines Inhalts.

Was sind die Vorteile von Metadaten?

Mit Metadaten lassen sich Inhalte abbilden und kontextualisieren. 

Metadaten bieten somit vielfältige Vorteile:

  • Sie erleichtern den Zugang zu jedem Inhalt für alle Mitarbeiter ohne spezielle technische Kenntnisse. Es ist für jeden einfacher, über eine Suchmaschine auf das gesuchte Asset zuzugreifen, wenn dessen Metadaten (Struktur, Inhalt, Qualität oder die Art des jeweiligen Bildmaterials) angegeben und indexiert sind.
  • Die Qualität und Aktualität der Inhalte lassen sich leicht kontrollieren. Die Bewertung und Einstufung von Inhalten wird durch das Vorhandensein und die Relevanz von Metadaten hinsichtlich der Nutzung, des Urheberrechts, Verfalls oder sogar der Überarbeitung von Assets erleichtert. Damit ist gewährleistet, dass die Inhalte aktuell sind und stets zur Verfügung stehen.
  • Sie sparen den Nutzern Zeit. Da Metadaten die Nutzungsbedingungen und die Konformität der Inhalte mit der Grafik-Charta, den Vorschriften, dem Markenimage usw. effektiv beschreiben, können sich die Anwender auf die Nutzung der Inhalte konzentrieren und brauchen keine Zeit zur Überprüfung der Konformität aufzuwenden.
  • Sie ermöglichen den Schutz sensibler Daten. Da sie die für die Verschlüsselung, Rückverfolgbarkeit, Zugriffsverwaltung oder Verteilung nach geografischen Kriterien erforderlichen Informationen enthalten, tragen Metadaten zur ordnungsgemäßen Verwaltung sensibler Inhalte bei. Diese von dem Unternehmen aufbewahrten Informationen können zu einem späteren Zeitpunkt eingesehen werden und bieten eine präzise Rückverfolgbarkeit der an jedem Inhalt vorgenommenen Aktionen. Diese Metadaten dienen auch als Beweismittel im Fall eines Rechtsstreits.

  • Sie optimieren die Medienverwertung. Metadaten ermöglichen eine Anreicherung der Statistiken über die Abfragen oder den Einsatz eines visuellen oder audiovisuellen Inhalts mit Informationen über die Art des Produkts, die Produktpalette, den Medientitel, den Tag, die Marke, die Tochtergesellschaft oder die Abteilung… Sie gestatten eine breitere und detaillierte Abfrage von Vertriebs- und Nutzungsdaten.

Was sind die verschiedenen Arten von Metadaten?

 Für Bilder (der häufigste DAM-Inhalt) gibt es vornehmlich 3 Arten von Metadaten:

EXIF

Austauschbares Bilddateiformat

Dieses Format liefert technische Informationen zu einer Aufnahme (Kameraeinstellungen: Blende, Verschlusszeit).

 

 IPTC oder IIM

International Press Telecommunications Council (Weltverband von Nachrichtenagenturen und Zeitungen) – Information Interchange Model (Informationsaustausch-Modell)

Sie liefern Informationen über den Autor eines Bildes (Koordinaten…).

 

XMP

Erweiterbare Metadaten-Plattform

Hierbei handelt es sich um den neuesten Metadaten-Standard, der IPTC ablöst und die Speicherung einer Vielzahl von Informationen ermöglicht, da dieses XML-Format erweiterbar ist.

 

Metadaten lassen sich in 4 Hauptkategorien einteilen

Beschreibende Metadaten:

Diese Daten werden verwendet, um Marketing-Inhalte zu beschreiben und zu ermitteln, sei es in einem Betriebssystem oder auf einer Website. Diese Metadaten können eindeutige Kennungen, physische Attribute (Medientyp, Abmessungen, allgemeiner Zustand) oder bibliografische Attribute (Titel, Autor, Urheber, Sprache, Stichwörter) zuweisen.

Der Dublin Core ist beispielsweise ein generisches und einfaches Metadatenschema. Ursprünglich basierte es auf 15 formalen (Titel, Autor, Verlag), intellektuellen (Thema, Beschreibung, Sprache…) und urheberrechtlichen Beschreibungselementen. Es wurde mit zusätzlichen Elementen angereichert: Beziehungen (isPartOf, isVersionOf, isFormatOf, etc.), zusätzliche Verweise mit der Liste der Art des Dokuments, die eine feinere Syntaxbeschreibung ermöglichen (DC: type).

 Strukturelle Metadaten:

Sie erleichtern die Navigation und Präsentation digitaler Medien, indem sie Informationen über die interne Struktur der Ressourcen bereitstellen. Sie beschreiben die Beziehungen zwischen den Elementen (z. B. die Datei a ist das jpeg-Format der Archivdatei B). Sie lassen sich als die strukturierenden Tags eines Inhalts definieren, die dessen Klassifizierung und Strukturebene erkennen können (z. B.: das Foto B wurde in das Manuskript A eingefügt).

 Administrative Metadaten:

Dies sind Informationen, die die kurz- und langfristige Verwaltung und Verarbeitung von Inhalten erleichtern.  Dazu gehören technische Daten zur Erstellung und Qualitätskontrolle, die Verwaltung von Rechten, die Zugriffskontrolle und die Benutzeranforderungen. Diese Rechteverwaltung kann entsprechend den Anforderungen der Gruppe angepasst werden (zeitliche und geografische Begrenzung, usw.). Auf diese Weise lassen sich Informationen wie das Veröffentlichungsdatum, die Auflösung, der Farbraum, das Dateiformat, der Urheber, das Copyright-Datum usw. ermitteln

Generierte Metadaten:

Metadaten können auch automatisch durch das Aufnahmegerät (z. B. Mobiltelefon, Digitalkamera, Videokamera) oder die Bearbeitungssoftware (z. B. Photoshop) erstellt werden. So kann eine Kamera beispielsweise Informationen wie geografische Koordinaten oder das Aufnahmedatum des Fotos aufzeichnen.

Maschinelles Lernen (ML) ist eine Methode, mit der Programme wiederholt aus strukturierten Datensätzen lernen. Je zahlreicher und besser strukturiert die Daten sind, desto mehr lernen die Programme und desto genauer sind die Ergebnisse. Die DAM-Lösung ist dann in der Lage, durch Einsatz von Künstlicher Intelligenz Tags für ein Video oder ein Foto zu generieren.

Maschinelles Lernen ersetzt keine Datenanalysten und andere Anwender. Aber es kann die Produktivität erhöhen und die Zeit der Mitarbeiter, die für die Verwaltung von Marketing- und Kommunikationsinhalten im Unternehmen zuständig sind, besser nutzen.

 

Eine gute Metadaten-Verwaltung ist ein wesentliches Element zur Verbesserung Ihrer Produktionskosten, zur Optimierung der Arbeitsabläufe bei der kreativen Zusammenarbeit und Bereitstellung von Marketinginhalten.

Die Implementierung einer DAM-Lösung, die Ihre Marketinginhalte automatisch anreichert , spart den Marketingteams Zeit, da sie wissen, dass sie den präsentierten Inhalten vertrauen können.

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