DXM,DAM und CMS - welche Rolle haben sie jeweils

DXM, DAM, CMS… Welche Rolle spielen sie, um ihrem Publikum ein optimales Erlebnis zu bieten?

Wie können Sie ein digitales Erlebnis schaffen, das Ihre Assets und das Wissen über Ihr Publikum bestmöglich nutzt? Wie tragen DXM-, DAM- und CMS-Lösungen dazu bei?

Wären Sie in der Lage den Unterschied zwischen einer DXM-Lösung (Digital eXperience Management), einer DAM-Plattform (Digital Asset Management) oder einem CMS (Content Management System) in knappen Worten zu erklären? Seien wir ehrlich, die Antwort ist nicht unbedingt instinktiv. Insbesondere, da immer neue Features dieser Lösungen Verwirrung stiften können. Lassen Sie uns das Ganze entschlüsseln.

Beginnen wir mit dem CMS, dem wohl bekanntesten Baustein und dem, dessen Rolle oftmals überschätzt wird. Die Bekanntheit des geläufigsten unter ihnen, WordPress, lässt viele von uns vergessen, dass es noch eine Vielzahl anderer CMS gibt. Einige CMS (Joomla!, Typo3, Drupal, ezPublish, SiteCore …) nutzen die PHP-Sprache, während andere (DotNetNuke, Umbraco, mojoPortal, Kentico …) auf Technologien von Microsoft setzen. Ganz zu schweigen von den Lösungen, die von Akteuren wie IBM, Oracle oder Adobe angeboten werden.

Abgesehen von den technologischen Grundvoraussetzungen haben diese CMS eines gemeinsam: Sie sind darauf ausgelegt, ein Stylesheet dynamisch auf webbasierte Inhalte anzuwenden (im Gegensatz zu Medieninhalten wie Audio-, Video- oder PDF-Dateien). Die meisten CMS verfügen in der Regel über ein recht ergonomisches Back-Office, sodass Benutzer ihren eigenen Webinhalt bearbeiten und je nach den gewährten Rechten veröffentlichen können.

Vom CMS zum Headless CMS

In der Kategorie von CMS ist ein neuer Name entstanden, das sogenannte Headless CMS. Wo normalerweise ein CMS an ein Web-Frontend gekoppelt ist, ähnelt ein Headless CMS eher einem Back-Office, das über eine Reihe von APIs mehrere Front-Ends versorgen kann: eine oder mehrere Websites, aber beispielsweise auch mobile Anwendungen. Diese Headless CMS entstehen, um die CaaS-Architektur (Content-as-a-service) zu unterstützen, die in der Ära des Multichannels entsteht. Diese Lösungen (wie Contentful, Directus, Cockpit) konzentrieren sich auf die Organisation von Webinhalten und ihrer Exposition um ihre Mehrfachverteilung zu vereinfachen. Daher die berechtigte Frage: Was ist der Unterschied zwischen diesen Headless CMS und einer DAM-Lösung (Digital Asset Management)?

Das DAM, eine Sammlung von Inhalten, die von ihrer Verbreitung entkoppelt ist

Eine erste Antwort liegt auf der Hand: “Headless” stellt einen neuen Trend für CMS dar, ist aber bereits Teil der DAM-DNA. Tatsächlich ist ein DAM von Anfang an darauf ausgelegt, die Inhaltsverwaltung von ihrer Verbreitung zu entkoppeln. Und es wird noch besser: Ein DAM kann sekundäre Inhalte aus “Master”-Assets generieren, die gemäß der technischen Anforderungen der verschiedenen Kanäle formatiert sind. Das DAM ist also nicht nur “headless”, es ist auch darauf zugeschnitten, verschiedene Varianten der Medien je nach den zu bedienenden Kanälen zu erstellen, macht dies jedoch nicht spontan, auf Anfrage des CMS.

In der Praxis zeichnen sich noch andere Unterschiede ab. Während sich ein CMS an Webinhalte hält, verweist ein DAM auf alle Unternehmensinhalte: Webinhalte, aber auch Mediendateien und manchmal Office-Dateien. Es verknüpft diese Assets mit umfangreichen Metadaten (und nicht nur einigen Tags oder Kategorien), um die Geschäftstaxonomie zu nutzen. Es organisiert so die Ressourcen nach Produktklassifizierung, nach Zielgruppensegment, nach ihrem technischen Format oder nach inhaltsspezifischen Attributen. DAM-Lösungen wie das Modul von Wedia, die sich auf Cloud-Ressourcen stützen, können KI-Technologien verwenden, um Texte oder Elemente in Bildern oder Videos zu erkennen und Metadaten automatisch anzureichern.

DXM an der Schnittstelle von Inhalten und Kundenkontexten

Die Hauptaufgabe des DXM besteht darin, eine dynamische Wiedergabe von Inhalten gemäß den Kontexten der Kunden – oder der Mitarbeiter im Rahmen einer internen Kommunikation- zu generieren. Es ist zu beachten, dass dieser Begriff von „Kontext“ auch die technische Zustellbarkeit von Inhalten umfasst: Je nach Gerät eines Benutzers und der verfügbaren Bandbreite, hängt es von der DXM-Lösung ab, ein geeignetes Erlebnis zu bieten.

Aber was sind konkrete Ergebnisse? Die Anwendungsfälle sind zahlreich. Basierend auf den ermittelten Präferenzen der Besucher ist es möglich, die Bilder einer Seite dynamisch zu deklinieren, den Inhalt eines PDF-Dokuments zu modulieren oder interaktive Videoinhalte zu generieren. Alle Arten von Assets sind in der Tat von dieser dynamischen und kontextabhängigen Wiedergabe betroffen, deren Leistung vom DXM gemessen wird. Durch das Protokollieren des tatsächlichen Verbrauchs jedes Ressourcentyps für einen bestimmten Benutzerkontext stellt das DXM KPIs mit besonders umfangreichen Analysedimensionen zur Verfügung. Wertvolle Einblicke, um die Produktion von Assets besser zu managen und Kundenerfahrungen besser zu gestalten.

Um ein solches digitales Erlebnis zu erreichen, muss das DXM mit verschiedenen Schlüsselkomponenten des Informationssystems interagieren: natürlich dem DAM, aber auch dem CMS (Content Management System), dem CRM (Customer Relationship Management), der Customer Data Platform (CDP) oder Lösungen für Marketing Automation oder E-Commerce. Diese Fähigkeit, über APIs und Webservices in vorhandene Systeme zu integrieren, ist ein Hauptmerkmal des DXM.

DAM + DXM oder die vollständige “Single Source of Truth”, von der Verwaltung bis zur Verbreitung

Und wie ist DXM gegenüber DAM und CMS positioniert? Es ist nicht überraschend, dass für das DXM das DAM die Hauptquelle für Assets ist, aus der es Inhalte zusammenstellt und ein einzigartiges digitales Erlebnis erzeugt. Was das CMS angeht, so ist es in diesem Zusammenhang in einer Informationsarchitektur letztlich nur ein Mittel zum Anpassen und Ordnen der Inhalte, die dynamisch vom DXM angepasst und kontextualisiert wurden.

Mit diesen Funktionen kann das DAM- und DXM-Binom die Rolle „Single Source of Truth“ sowohl für die Inhaltsverwaltung als auch für die Inhaltsbereitstellung übernehmen. Das DAM speichert alle sogenannten „Master“ -Versionen der Assets, ihren Standort und ihre Varianten. In dieser Position ist es gut aufgestellt, um den Lebenszyklus der Inhalte und insbesondere die Verbreitungsrechte, die von Land zu Land unterschiedlich sein können, und natürlich das Auslaufen dieser Rechte zu steuern.

Gegenüber dem CMS, positioniert sich die Kombination aus DAM und DXM als DIE Quelle der Inhalte, die sowohl den Regeln des Unternehmens entsprechen als auch an den Kontext der Zielgruppe angepasst sind. Eine Kombination aus Kontext und Inhalten, die den Grundstein für ein erfolgreiches digitales Erlebnis bildet.



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