Hyper-Personalisierung in großem Maßstab: Wie globale Marken durch kontextbezogene Medien die Konversion steigern

Zuletzt aktualisiert

29. Dezember

2025

Von

Steffin Abraham

Dauer

x

min

Veröffentlicht am

20. Juli 2020

Von

Louise McNutt

Hyper-Personalisierung in großem Maßstab: Wie globale Marken durch kontextbezogene Medien die Konversion steigern
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Die Schaffung personalisierter Kundenerlebnisse hat sich von einem Wettbewerbsvorteil zu einer grundlegenden betrieblichen Anforderung für globale Marken entwickelt, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. In einem digitalen Ökosystem, das durch Content-Sättigung und Kanalfragmentierung gekennzeichnet ist, besteht die Herausforderung nicht mehr nur darin, den Nutzer zu erreichen, sondern ihm ein einzigartiges Content-Erlebnis zu bieten, das perfekt auf seine unmittelbaren Interessen und seinen Kontext abgestimmt ist – und zwar über alle Kontaktpunkte hinweg, von E-Mail und sozialen Medien bis hin zu Web- und Mobil-Apps.

Für leitende Entscheidungsträger in großen Unternehmen stellt sich vor allem eine operative Frage: Wie können Marken Rich-Media-Assets für Millionen einzelner Kunden kontextualisieren, ohne dass die Produktionskosten explodieren? Und vor allem: Wie lässt sich dies in großem Maßstab erreichen?

Während Personalisierung seit Jahren ein Marketingfaktor ist, hat sie sich zu einer Disziplin entwickelt, die präzise Technologie erfordert. Heutige Marketingstrategien müssen weit über herkömmliche Anwendungsfälle wie Listensegmentierung oder das Einfügen eines Vornamens in eine E-Mail hinausgehen. Um wirklich individuelle Erlebnisse zu bieten, setzen innovative Unternehmen auf „Hyper-Personalisierung“, eine Strategie, die Kundendaten, künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung kombiniert, um jedem einzelnen Nutzer die relevantesten Inhalte anzuzeigen.

Was ist Hyper-Personalisierung?

Hyper-Personalisierung, oft auch als One-to-One-Marketing bezeichnet, ist die fortschrittliche Praxis, Echtzeitdaten wie Standort, Surfverhalten, Gerätetyp und Kaufhistorie zu nutzen, um Kunden maßgeschneiderte Nachrichten und Medien in großem Umfang zu liefern. Im Gegensatz zur traditionellen Personalisierung, die sich auf allgemeine Personas stützt, arbeitet die Hyper-Personalisierung auf einer granularen Ebene, die es Marken ermöglicht, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen, indem sie sich an deren spezifischen Absichten ausrichten.

Durch die Identifizierung der unmittelbaren Bedürfnisse eines Kunden können Marken über allgemeine Produktempfehlungen hinausgehen und das Asset selbst anpassen, indem sie den Titel, die Hintergrundbilder oder den Videoschnitt ändern, um diesen bestimmten Nutzer anzusprechen. Hyper-Personalisierung schafft eine zusammenhängende Erzählung, in der das richtige Produkt zur richtigen Zeit und im richtigen Kontext gezeigt wird, wobei ein kreativer Ansatz verwendet wird, der auf den Einzelnen zugeschnitten ist. Dies ist eine wichtige Komponente für nachhaltiges Wachstum, die neben einer robusten Dateninfrastruktur und Verkaufsexperimenten funktioniert.

  • Granularität: Übergang vom segmentbasierten Targeting zum Targeting auf individueller Ebene.
  • Kontext: Nutzung von Echtzeitdaten (Standort, Wetter, Uhrzeit) zur Anpassung der Nachricht.
  • Automatisierung: Einsatz von KI zur sofortigen Zusammenstellung und Bereitstellung von Inhaltsvarianten.

3 strategische Beispiele für hyper-personalisierte Kampagnen

Um die praktische Anwendung dieser Strategie zu verdeutlichen, stellen wir drei Beispiele vor, in denen globale Marken Kundendaten und Technologie genutzt haben, um außergewöhnliche Content-Erlebnisse zu schaffen.

Deutsche Bahn: Programmatische Logik mit Kreativität verbinden

Die Deutsche Bahn hat gezeigt, wie Marken Daten kreativ nutzen können, um die Probleme ihrer Kunden anzugehen. Ihre Kampagne „No Need to Fly” richtete sich an deutsche Reisende, die teure Auslandsreisen planten, und ermutigte sie, stattdessen ähnliche Reiseziele in Deutschland zu besuchen.

  • Der Mechanismus: Mithilfe eines KI-Algorithmus identifizierte das Unternehmen die von den Nutzern gesuchten Reiseziele und ordnete ihnen visuell ähnliche Orte in Deutschland zu.
  • Die Umsetzung: Sie stellten ikonische internationale Orte ihren deutschen Pendants gegenüber, indem sie Geo-Targeting einsetzten, um den Standort des Nutzers und den nächstgelegenen Flughafen zu ermitteln.
  • Das Ergebnis: Echtzeit-Preisvergleiche zwischen Flug- und Bahntickets führten zu einer Klickrate von +850 % und einem Umsatzanstieg von 24 %.

Netflix: Von der Empfehlung zur visuellen Adaption

Netflix, ein Pionier im Bereich algorithmischer Empfehlungen, hat seine Strategie um personalisierte Produktbilder erweitert. Der Streaming-Gigant empfiehlt nicht nur Titel basierend auf dem Verlauf der bisherigen Nutzung, sondern passt auch die „Landing Cards“ oder Miniaturansichten dynamisch an, um den spezifischen ästhetischen Vorlieben der Nutzer gerecht zu werden.

  • Der Mechanismus: Algorithmen für maschinelles Lernen analysieren den Verlauf der angesehenen Inhalte eines Nutzers, um zu ermitteln, welche Schauspieler, Genres oder Themen am besten ankommen.
  • Die Umsetzung: Bei einem Titel wie „Stranger Things“ sieht ein Nutzer möglicherweise ein Vorschaubild mit einem bekannten Schauspieler, während ein anderer Nutzer ein Bild mit einem Horrorelement sieht, je nachdem, wie ihre bisherigen Interaktionen ausgesehen haben.
  • Das Ergebnis: Durch die Optimierung des visuellen Einstiegspunkts maximiert Netflix das Interesse und die Klickraten und beweist damit, dass das Bild genauso wichtig ist wie die Empfehlung selbst.

O2: Dynamische Videonachrichten übermitteln

Der britische Telekommunikationsanbieter O2 nutzt Hyper-Personalisierung, um Anzeigen mit maßgeschneiderten Botschaften zu liefern. Durch die Nutzung von Kundendaten stellen sie sicher, dass dasselbe visuelle Element je nach Lebenszyklusphase des Nutzers unterschiedliche Botschaften vermitteln kann.

  • Der Mechanismus: Daten zum Vertragsstatus, zur Gerätenutzung und zum Standort lösen bestimmte Anzeigenvarianten aus.
  • Die Umsetzung: Ein Nutzer mit einem auslaufenden Vertrag sieht ein Verlängerungsangebot, während ein Nutzer, der kürzlich ein Upgrade durchgeführt hat, eine Anzeige für Zubehör sieht. O2 hat über 1.000 Versionen von Videoanzeigen generiert, die in Echtzeit angepasst wurden.
  • Das Ergebnis: Diese personalisierten Anzeigen erzielten eine um 128 % höhere Klickrate als generische Videos, was die Bedeutung eines relevanten Kontexts verdeutlicht.

Marketing-Personalisierung in großem Maßstab vorantreiben

Wie diese Beispiele zeigen, erzielen Marken, die das Nutzererlebnis hyper-personalisieren, eine deutliche Steigerung der Kundenbindung und des Umsatzes. Die Schaffung dieser individuellen Erlebnisse in Echtzeit erfordert jedoch eine hochentwickelte technologische Grundlage. Die manuelle Erstellung von Tausenden von Asset-Varianten ist für große Unternehmen operativ unmöglich.

Um die Personalisierung zu optimieren und zu skalieren, müssen Unternehmen von der manuellen Produktion zu einer programmatischen Content-Strategie übergehen. Dies erfordert die Integration eines Digital Asset Management (DAM)-Systems mit fortschrittlichen Funktionen für die Medienbereitstellung und das digitale Erlebnis.

Die Rolle von Wedia bei der Hyper-Personalisierung

Wedia ermöglicht es globalen Marken, die „Content-Lücke” zu schließen – also die Diskrepanz zwischen der für die Personalisierung erforderlichen Content-Menge und den für deren Produktion verfügbaren Ressourcen.

  • Zentralisierte Verwaltung von Assets: Das DAM von Wedia fungiert als Single Source of Truth (SSOT), in dem alle Mediendateien gespeichert sind und das mit dem gesamten Marketing-Ökosystem (PIM, CRM, CMS) verbunden ist. So wird sichergestellt, dass die Basis-Assets stets markengerecht und konform sind.
  • KI-gestützte Anpassung: Die generativen KI- und Automatisierungsfunktionen von Wedia ermöglichen die massenhafte Erstellung von Variationen. Das System kann Assets automatisch in der Größe anpassen, zuschneiden und für verschiedene Kanäle und Märkte anpassen, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist.
  • Kontextbezogene Medienbereitstellung: Das Medienbereitstellungsmodul von Wedia sorgt dafür, dass Inhalte bei Abruf in Echtzeit personalisiert werden. Es passt die Assets an den Kontext des Nutzers an – Gerätetyp, Bandbreite, Standort und Sprache – und gewährleistet so ein optimales visuelles Erlebnis.

Durch die Automatisierung der „schweren Arbeit“ der Asset-Variation ermöglicht Wedia Marketingteams, sich auf die Strategie statt auf die Produktion zu konzentrieren. Laut einer TEI-Studie von Forrester kann die Lösung von Wedia einen ROI von 434 % erzielen und den Zeitaufwand für die Verwaltung von Bildmaterial um 90 % reduzieren. Dies beweist, dass die richtige Infrastruktur eine Investition in Effizienz und Wachstum ist.


Schlüsselsnippet

Hyper-Personalisierung ist eine fortschrittliche Marketingstrategie, die Echtzeitdaten, künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung nutzt, um bestimmten Nutzern individualisierte Inhalte und Botschaften zu liefern. Im Gegensatz zur herkömmlichen Segmentierung passt sie die Medieninhalte selbst – wie Bilder, Videos oder Texte – an den Kontext des Nutzers (Standort, Verhalten, Gerät) an. Für globale Marken erfordert die Umsetzung dieses Ansatzes in großem Maßstab ein Digital Asset Management (DAM) -System, das mit Media Delivery- Tools integriert ist, um die Erstellung und Verteilung dynamischer Inhaltsvarianten zu automatisieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wie unterscheidet sich Hyper-Personalisierung von Standard-Personalisierung?


A:
Bei der Standardpersonalisierung werden in der Regel grundlegende Daten (wie ein Name) in statische Inhalte eingefügt oder Listen segmentiert. Die Hyperpersonalisierung verändert das Inhaltserlebnis selbst, indem sie Echtzeitdaten nutzt, um Grafiken, Angebote und Botschaften für jeden einzelnen Nutzer dynamisch anzupassen.

F: Welche Technologie ist erforderlich, um Hyper-Personalisierung in großem Maßstab umzusetzen?

A:
Große Unternehmen benötigen eine robuste Digital Asset Management (DAM)-Plattform zur Zentralisierung von Assets in Kombination mit einem Media Delivery-System. Wedia bietet beides und ermöglicht so die Speicherung von Master-Assets und die automatisierte Generierung von Tausenden von Variationen basierend auf dem Benutzerkontext.

F: Kann Hyper-Personalisierung für Videoinhalte funktionieren?

A:
Ja. Mit Tools wie Media Delivery von Wedia können Marken Videovarianten erstellen, die sich an den Standort, die Sprache oder das Gerät des Zuschauers anpassen und so die Interaktionsraten im Vergleich zu statischen Videos deutlich steigern.

Sind Sie bereit, Ihre Personalisierungsstrategie zu skalieren?

Verlassen Sie sich nicht länger auf manuelle Prozesse, um dynamische Erlebnisse zu bieten. Statten Sie Ihr Team mit der Technologie aus, die von weltweit führenden Unternehmen eingesetzt wird, um Umsatz und Kundenbindung zu steigern.

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