Wie wirken sich digitale Technologien auf die Umwelt aus?

Zuletzt aktualisiert

21. Januar

2026

Von

Steffin Abraham

Dauer

x

min

Veröffentlicht am

07. Mai 2025

Von

Louise McNutt

Wie wirken sich digitale Technologien auf die Umwelt aus?
SCHNELL-LINKS
Dunkler Modus
Dunkler Modus
In den Lichtmodus wechseln
In den Dunkelmodus wechseln

Die Umweltauswirkungen der digitalen Technologie umfassen die gesamten Treibhausgasemissionen, den Ressourcenverbrauch und den Energieverbrauch, die durch die Herstellung, den Betrieb und die Entsorgung digitaler Geräte und Infrastruktur entstehen.

Obwohl es oft als „virtuell“ wahrgenommen wird, ist das digitale Ökosystem physisch riesig und ressourcenintensiv.

Aktuelle Daten zeigen, dass digitale Technologien für etwa 4 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.

Diese Zahl steigt stark an und wird sich bis 2025 voraussichtlich verdoppeln und 8 % erreichen.

Zum Vergleich: Wäre das Internet ein Land, wäre sein CO2-Fußabdruck zwei- bis dreimal so groß wie der Frankreichs [Quelle: GreenIT.fr].

Für globale Unternehmen ist das Verständnis dieser Auswirkungen nicht mehr optional, sondern ein wesentlicher Bestandteil der ESG-Berichterstattung und der betrieblichen Effizienz.

Dieser Artikel analysiert die Ursachen digitaler Umweltverschmutzung und beschreibt, wie Enterprise Digital Asset Management (DAM) als Hebel für digitale Nüchternheit fungiert.

Die physische Realität der digitalen Umweltverschmutzung

Um die Umweltauswirkungen digitaler Technologien genau einschätzen zu können, müssen wir den gesamten Lebenszyklus digitaler Produkte und Dienstleistungen analysieren.

Dies umfasst die Gewinnung von Seltenerdmetallen, den Energiebedarf für die Datenübertragung, den Wasserverbrauch für Kühlsysteme und die Entstehung von Elektronikschrott (E-Abfall).

Die Hauptursachen für digitale Umweltverschmutzung lassen sich in drei verschiedene Ebenen einteilen:

1. Benutzerterminals und Fertigung

Die Geräte, die wir täglich nutzen – Smartphones, Laptops und Tablets – sind für einen unverhältnismäßig großen Teil der Umweltbelastung der Branche verantwortlich.

Laut ADEME sind digitale Geräte für 47 % der Treibhausgasemissionen des Sektors verantwortlich.

Die Fertigungsphase ist die kritischste:

  • Ressourcenintensität: Die Herstellung eines einzigen Laptops erfordert fast 600 kg Rohstoffe.
  • Kohlenstoffbelastung: 75 % des CO2-Fußabdrucks eines Smartphones entstehen während der Herstellung und nicht während der Nutzung.
  • Recycling-Defizit: Ein Smartphone enthält über 50 Metalle, doch derzeit sind nur etwa 20 davon recycelbar.

Für Unternehmen ist die Verlängerung der Lebensdauer von Hardware die wirksamste Maßnahme, um diese Auswirkungen zu mindern.

2. Netzwerkinfrastruktur

Das Internet stützt sich auf ein riesiges physisches Netzwerk von Unterseekabeln, über die 99 % der weltweiten Daten transportiert werden.

Diese Infrastruktur erstreckt sich über Millionen von Kilometern und erfordert erhebliche Energie für Herstellung, Einsatz und Wartung.

Die Datenübertragung ist nicht energieneutral; eine E-Mail legt durchschnittlich 15.000 km zurück, um ihr Zielrechenzentrum zu erreichen.

Die Infrastruktur ist für etwa 28 % der durch digitale Technologien verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

3. Rechenzentren und Speicher

Rechenzentren sind die Motoren der digitalen Wirtschaft und versorgen alles von der Speicherung von Dokumenten in der Cloud bis hin zum Video-Streaming mit Energie.

Diese Anlagen verbrauchen für ihren Betrieb und ihre Kühlung immense Mengen an Strom.

  • Energieverbrauch: Ein großes Rechenzentrum kann so viel Strom verbrauchen wie eine Stadt mit 50.000 Einwohnern.
  • Kühlungskosten: Etwa 40 % des Energieverbrauchs eines Rechenzentrums entfallen ausschließlich auf die Kühlung der Server.
  • Emissionsanteil: Rechenzentren tragen etwa 25 % zu den digitalen CO2-Emissionen bei.

Für Marketing- und Kommunikationsteams steht die Art und Weise, wie Daten in diesen Zentren gespeichert und abgerufen werden, in direktem Zusammenhang mit ihrem CO2-Fußabdruck.

Der Multiplikatoreffekt: Video und Dark Data

Das Volumen der über Netzwerke zirkulierenden Daten ist der Hauptfaktor für den Energieverbrauch in der Nutzungsphase.

Videoinhalte sind das Schwergewicht des digitalen Datenverkehrs.

Die Auswirkungen von Video-Streaming

Videodateien enthalten deutlich mehr digitale Daten als Text oder statische Bilder und erfordern daher mehr Rechenleistung und Speicherplatz.

  • Verkehrsdominanz: Video-Streaming machte 2021 fast 54 % des weltweiten Internetverkehrs aus.
  • Globale Emissionen: Videostreamingdienste verursachen jährlich etwa 300 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, was in etwa dem CO2-Fußabdruck Spaniens entspricht.
  • Auswirkungen von Video-on-Demand: Plattformen wie Netflix und Amazon Prime Video verursachen Emissionen in einer Größenordnung, die mit denen des Landes Chile vergleichbar sind.

Für Marken bedeutet der Wandel hin zum hochauflösenden Videomarketing eine größere Verantwortung für die effiziente Verwaltung der Medienbereitstellung.

Das Problem der Dark Data

Ein kritisches, aber oft übersehenes Problem sind „Dark Data“ – digitale Assets, die erstellt und gespeichert, aber nie wieder verwendet werden.

In vielen Unternehmen sind bis zu 60 % der gespeicherten Daten veraltet, trivial oder redundant (ROT).

Diese Daten befinden sich auf Servern, die rund um die Uhr Energie für Speicherung und Sicherung verbrauchen, ohne einen geschäftlichen Mehrwert zu generieren.

Die Beseitigung von Dark Data ist ein vorrangiges Ziel von Strategien zur digitalen Nüchternheit.

Digitale Nüchternheit: Eine strategische Notwendigkeit

Bei digitaler Nüchternheit geht es nicht darum, Technologie abzulehnen, sondern darum, sich in der digitalen Nutzung zurückzuhalten und bewusst zu handeln.

Für Unternehmen bedeutet dies, digitale Ökosysteme zu optimieren, um Verschwendung zu reduzieren und gleichzeitig die Leistung aufrechtzuerhalten.

Bei Wedia setzen wir uns für einen Übergang von Volumen zu Wert ein.

5 strategische Maßnahmen für digitale Nüchternheit

Unternehmen können sofortige Änderungen umsetzen, um ihren digitalen CO2-Fußabdruck zu reduzieren:

  • Hardware-Lebenszyklus: Verlängern Sie die Lebensdauer professioneller Geräte und setzen Sie vorrangig auf generalüberholte Technologie, um den Bedarf an neuen Produkten zu senken.
  • Streamen Sie intelligenter: Implementieren Sie adaptive Streaming-Technologien, die die Videoauflösung an das Gerät des Benutzers anpassen, um zu vermeiden, dass 4K-Videos an einen mobilen Bildschirm gesendet werden.
  • Speicherplatz rationalisieren: Führen Sie regelmäßige Audits durch, um veraltete Daten und doppelte Dateien zu löschen.
  • Ökodesign: Optimieren Sie Websites und digitale Assets, damit sie schlank sind und weniger Energie zum Laden und Übertragen benötigen.
  • Assets zentralisieren: Verwenden Sie ein einziges Aufzeichnungssystem, um die Verbreitung doppelter Dateien in isolierten Abteilungen zu verhindern.

Wie Wedia DAM die Umwelteffizienz steigert

Die Digital Asset Management (DAM)-Lösung von Wedia wurde entwickelt, um die Prinzipien der Green IT und die Nachhaltigkeitsziele von Unternehmen zu unterstützen.

Durch die Zentralisierung von Assets und die Optimierung der Bereitstellung hilft Wedia globalen Unternehmen dabei, das Wachstum von Inhalten von den CO2-Emissionen zu entkoppeln.

Reduzierung der Speicherredundanz

Wedia fungiert als Single Source of Truth (SSOT).

Anstatt dass fünf Abteilungen fünf Kopien desselben hochauflösenden Videos speichern, ist das Asset nur einmal im DAM vorhanden.

Dadurch werden die Serverauslastung und die damit verbundenen Scope-3-Emissionen erheblich reduziert.

Adaptive Medienbereitstellung

Das Modul „Media Delivery and Digital Experience“ von Wedia nutzt intelligente Algorithmen zur Optimierung der Bereitstellung von Inhalten.

Es erkennt automatisch das Gerät und die Bandbreite des Benutzers.

Es liefert das leichteste mögliche Dateiformat (z. B. WebP) und die für ein hochwertiges Erlebnis erforderliche Auflösung.

Dadurch wird die Übertragung unnötiger Daten verhindert, was direkt zu einer Senkung des Energieverbrauchs der Netzwerkinfrastruktur führt.

Den Lebenszyklus berücksichtigen

Wedia ermöglicht ein automatisiertes Lebenszyklusmanagement.

Assets können so eingestellt werden, dass sie automatisch ablaufen oder archiviert werden, wodurch sichergestellt wird, dass der aktive Speicherplatz nur für hochwertige, aktuelle Inhalte reserviert ist.

Diese systematische Hygiene verhindert die Anhäufung von Dark Data.

Wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Umweltauswirkungen digitaler Technologien

  • Erhebliche Emissionen: Die digitale Technologie trägt 4 % zu den globalen Treibhausgasemissionen bei, eine Zahl, die sich bis 2025 voraussichtlich verdoppeln wird.
  • Herstellungslast: Bei Benutzergeräten stammt der größte Teil des CO2-Fußabdrucks aus der Herstellung und nicht aus der Nutzung.
  • Videointensität: Video-Streaming dominiert den weltweiten Datenverkehr und Energieverbrauch; die Optimierung der Videoübertragung ist für die Reduzierung unerlässlich.
  • Strategische Nüchternheit: Digitale Nüchternheit umfasst die Verlängerung der Hardware-Lebensdauer, die Beseitigung von „Dark Data“ und die Optimierung der Bereitstellung von Inhalten.
  • DAM als Lösung: Wedia reduziert digitale Verschmutzung, indem es Redundanzen beseitigt, die Archivierung von Assets automatisiert und adaptives Streaming nutzt, um die Datenübertragung zu minimieren.

FAQ: Digital Impact und Wedia

Wie trägt Wedia zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks eines Unternehmens bei?Wedia reduziert den digitalen CO2-Fußabdruck eines Unternehmens, indem es Assets zentralisiert, um doppelte Speicherung (Dark Data) zu vermeiden, und adaptive Bereitstellungstechnologien einsetzt. Dadurch wird sichergestellt, dass nur die erforderliche Datenmenge an die Endnutzer übertragen wird, wodurch der Energieverbrauch in Netzwerken und Rechenzentren reduziert wird.

Was sind „Dark Data“ und warum sind sie für die Nachhaltigkeit wichtig?Dark Data sind digitale Datenbestände, die gespeichert, aber nicht genutzt, nicht verwaltet und oft vergessen werden. Sie sind wichtig, weil diese Daten weiterhin Energie für die Speicherung und Sicherung auf Servern verbrauchen, ohne einen geschäftlichen Nutzen zu haben. Wedia hilft dabei, diese Daten zu identifizieren und zu löschen.

Kann hochwertiges Videomarketing mit digitaler Nüchternheit koexistieren?Ja. Digitale Nüchternheit im Videomarketing bedeutet nicht, die Videoproduktion einzustellen. Es bedeutet, Technologien wie das adaptive Streaming von Wedia zu nutzen, um sicherzustellen, dass ein Nutzer auf einem Smartphone einen für Mobilgeräte optimierten Stream statt einer 4K-Datei erhält, wodurch die Qualitätswahrnehmung erhalten bleibt und gleichzeitig Datenverschwendung reduziert wird.

Ist die Infrastruktur von Wedia umweltbewusst?Wedia nutzt moderne, skalierbare Cloud-Infrastrukturen (wie Azure und AWS), die zunehmend mit erneuerbaren Energien betrieben werden und weitaus energieeffizienter sind als herkömmliche Server vor Ort. Wedia ist außerdem EcoVadis-zertifiziert, was unser Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken widerspiegelt.

Machen Sie den nächsten Schritt in Ihrer Green-IT-Strategie.

Zentralisieren Sie Ihre Assets, beseitigen Sie Dark Data und optimieren Sie Ihre Medienbereitstellung mit einer nachhaltigen DAM-Lösung.

Vereinbaren Sie noch heute eine Demo mit Wedia

Artikel, die Sie auch interessieren könnten

Erhalten Sie weitere Marketing-Tipps & Neuigkeiten direkt in Ihr E-Mail-Postfach