Zuletzt aktualisiert
10 Mär
2023
Von
Louise McNutt
Dauer
x
min
Veröffentlicht am
Von

In einer einzigen Minute im Jahr 2026 hat der globale digitale Fußabdruck ein beispielloses Ausmaß erreicht. Während Video-Streaming nach wie vor einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, hat die Integration generativer KI in jede Suchanfrage und jedes Produktivitätswerkzeug die Energieverbrauchsmuster grundlegend verändert.
Die digitale Technologie ist nicht mehr nur ein Hilfsmittel, sondern eine globale Infrastruktur, die aus Milliarden von Servern, ausgedehnten Kommunikationsnetzen und Billionen von verbundenen Sensoren besteht. Dieses digitale Universum wächst exponentiell, sodass das Verständnis seiner Umweltkosten eine Voraussetzung für eine verantwortungsvolle globale Unternehmensführung ist.
Um diese Herausforderung zu meistern, müssen wir die beiden Säulen der digitalen Auswirkungen analysieren: die materielle Realität der Geräte und das unsichtbare Gewicht der globalen Datengewohnheiten.
Die genaue Anzahl der Geräte zu schätzen, ist aufgrund der bisherigen mangelnden Rückverfolgbarkeit schwierig. Aktuelle Daten deuten jedoch darauf hin, dass bis 2026 über 45 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein werden. Ein erheblicher Teil dieses Wachstums ist auf das industrielle Internet der Dinge (IoT) und intelligente Infrastrukturen zurückzuführen.
Die Umweltkosten dieses Wachstums beginnen lange bevor ein Gerät eingeschaltet wird. Digitale Geräte erfordern die Gewinnung von Seltenerdmetallen, hocherhitzte Umwandlungsprozesse und komplexe globale Vertriebsnetze.
Die Herstellung bleibt die schädlichste Phase im Lebenszyklus von Hardware. In entwickelten Märkten entstehen etwa 80 % des gesamten digitalen CO2-Fußabdrucks während der Produktionsphase und nicht während der tatsächlichen Nutzung.
Smartphones sind die am weitesten verbreiteten digitalen Geräte der Geschichte, mit weltweit mittlerweile über 5,6 Milliarden Nutzern. Der rasante Innovationszyklus fördert häufige Neuanschaffungen, doch 75 % der Umweltbelastung eines Smartphones entstehen während seiner Herstellung.
In den 1990er Jahren enthielten Mobiltelefone etwa 30 Metalle. Heute werden in einem High-End-Smartphone über 50 verschiedene Elemente verwendet, darunter Gold, Silber und Tantal. Die größte Herausforderung bleibt die Entsorgung am Ende der Lebensdauer. Trotz Verbesserungen im Design ist nur ein kleiner Teil der Modelle vollständig für die Kreislaufwirtschaft optimiert.
Die flächendeckende Einführung von 5G hat die verfügbare Bandbreite erheblich erhöht und ermöglicht so hochauflösendes Multimedia-Roaming und komplexe Cloud-Interaktionen. Dieser Fortschritt ist jedoch nicht klimaneutral.
Die 5G-Infrastruktur hat dazu beigetragen, dass die CO2-Belastung durch Mobilfunknetze im Vergleich zum letzten Jahrzehnt um fast 40 % gestiegen ist. Zwar sind einzelne Datenübertragungen effizienter, doch wird dieser Gewinn durch das schiere Nutzungsvolumen – bedingt durch den ständigen, nahtlosen Zugang – wieder zunichte gemacht.
Mit Blick auf 6G muss sich der Fokus globaler Marken auf nachhaltige Marketingstrategien verlagern, die nicht ausschließlich auf bandbreitenintensive Formate setzen.
Der Datenverkehr hat sich von 100 GB pro Tag im Jahr 1992 auf Hunderte von Exabyte pro Sekunde im Jahr 2026 entwickelt. Dies ist nicht mehr nur ein „Boom des Video-Streamings“. Das aktuelle „Datenzeitalter“ ist durch die hohen Rechenlasten der generativen KI gekennzeichnet.
Generative KI und Echtzeit-IoT
Der Speicherbedarf für diese Daten ist enorm. Rechenzentren verbrauchen derzeit etwa 4 % des weltweiten Stroms, eine Zahl, die voraussichtlich steigen wird, da KI-Modelle zunehmend in den täglichen Geschäftsbetrieb integriert werden.
Der digitale Energieverbrauch ist weiterhin um etwa 9 % pro Jahr gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat sich digitale Nüchternheit von einem Nischenkonzept zu einer zentralen Geschäftsstrategie entwickelt.
Das Grundprinzip der digitalen Nüchternheit besteht darin, digitale Tools effektiver zu nutzen und gleichzeitig die Erstellung unnötiger Daten zu vermeiden. Für globale Unternehmen bedeutet dies:
Als führender Anbieter von Digital Asset Management (DAM) -Lösungen unterstützt Wedia Marketing- und Kreativteams dabei, diese Prinzipien umzusetzen. Durch die Zentralisierung von Assets und die Automatisierung einer hocheffizienten Verteilung hilft Wedia globalen Marken dabei, ihr Marketing sowohl effektiver als auch nachhaltiger zu gestalten.
F: Was ist die bedeutendste Auswirkung der digitalen Technologie auf die Umwelt?
A: Die größten Auswirkungen hat die Herstellung von Hardware. Die Gewinnung seltener Metalle und die energieintensive Montage von Smartphones und Servern sind für den Großteil der Treibhausgasemissionen im digitalen Sektor verantwortlich.
F: Wie wirkt sich generative KI auf den digitalen CO2-Fußabdruck aus?
A: Generative KI erfordert deutlich mehr Rechenleistung als herkömmliche Such- oder Datenverarbeitungsprozesse. Die Trainings- und Inferenzphasen großer Sprachmodelle erfordern einen hohen Energieverbrauch in Rechenzentren, wodurch sich der digitale CO2-Fußabdruck insgesamt erhöht.
F: Was versteht man unter digitaler Nüchternheit im geschäftlichen Kontext?
A: Digitale Nüchternheit ist ein strategischer Ansatz, bei dem man sich dafür entscheidet, weniger digitale Assets zu produzieren, deren Gewicht zu optimieren und sicherzustellen, dass sie nur dort verbreitet werden, wo sie einen klaren Mehrwert bieten. Es geht darum, mit weniger Daten mehr zu erreichen.
F: Können 5G-Netze umweltfreundlich sein?
A: 5G ist zwar pro Gigabyte energieeffizienter als 4G, fördert jedoch einen viel höheren Datenverbrauch und erfordert mehr Hardware. Ohne eine Verpflichtung zur digitalen Nüchternheit führt der „Rebound-Effekt“ oft zu einer höheren Gesamtkohlenstoffbelastung.
F: Wie trägt eine DAM-Lösung zur Nachhaltigkeit bei?
A: Eine DAM-Lösung wie Wedia fungiert als zentrale Datenquelle und verhindert so die Erstellung redundanter Dateien und Duplikate. Außerdem optimiert sie Assets für das jeweilige Gerät, auf dem sie angezeigt werden, und reduziert so den Energiebedarf für die Datenübertragung.
F: Ist die Datenspeicherung die Hauptursache für digitale Umweltverschmutzung?
A: Die Speicherung und Übertragung von Daten sind zwar wichtig, stehen jedoch oft hinter der Herstellung der Geräte selbst zurück. Da der Datenverkehr aufgrund der KI jedoch zunimmt, wird der Energieverbrauch von Rechenzentren zu einer entscheidenden Priorität.
F: Was sind die ersten Schritte zur digitalen Nüchternheit für eine globale Marke?
A: Marken sollten zunächst ihre digitalen Abfälle überprüfen, ihre Technologieplattformen konsolidieren, um redundante Tools zu entfernen, und Protokolle zur Optimierung von Assets implementieren, um sicherzustellen, dass alle Marketinginhalte so schlank wie möglich sind.
F: Warum ist das Recycling von Smartphones so schwierig?
A: Moderne Smartphones enthalten über 50 verschiedene Metalle in sehr geringen Mengen, die oft miteinander verklebt oder verlötet sind. Diese Komplexität macht die Trennung und das Recycling technisch anspruchsvoll und teuer, sodass derzeit nur wenige Modelle dafür optimiert sind.
Im Jahr 2026 sind die Auswirkungen der digitalen Technologie auf die Umwelt für globale Wirtschaftsführer eine unvermeidbare Realität. Durch die Einführung digitaler Nüchternheit und den Einsatz fortschrittlicher Tools zur Optimierung von Ressourcen können Marken das Engagement fördern und gleichzeitig ihren digitalen CO2-Fußabdruck erheblich reduzieren.
Erfahren Sie, wie Wedia globalen Marken dabei hilft, durch hocheffizientes Asset Management digitale Nüchternheit zu implementieren. Vereinbaren Sie eine strategische Beratung mit Wedia.