Die Rolle des DAMs (Marketing) im Martech-Stacks von Produktmarketingteams

Martech-Stack und Produktmarketingteams: DAM und PIM im Mittelpunkt des Unternehmens

Während die Produktmarketingteams ihre digitale Transformation umsetzen und sogar beschleunigen, werden die Tools für ihre Aktivitäten immer zahlreicher. Dadurch entsteht ein wahres Software-Ökosystem, das auch als Martech-Stack (Marketing Technology Stack) bezeichnet wird. Um den Austausch zwischen allen Mitgliedern der Marketingteams zu stärken, ist es unabdingbar, Lösungen zu implementieren, mit denen die für die einzelnen Produkte verwendeten Informationen, Assets und Inhalte zentralisiert werden. Und hier kommen die DAM- und PIM-Lösungen ins Spiel.

In dieser Infografik haben wir dargestellt, wie eine Kombination aus Digital Asset Management (DAM) und Product Information Management (PIM) ihre volle Wirkung entfaltet, wenn sie im Mittelpunkt Ihres Martech-Stacks steht.

Dank seiner Funktionen zur Organisation, Speicherung und Zusammenarbeit ermöglicht Ihnen das DAM, all Ihre Inhalte zu zentralisieren, und sorgt gleichzeitig für Sicherheit und Konsistenz bei deren Nutzung. Das DAM wird so also zu einer „Single Source of Truth“ für alle Mitglieder des Marketingteams. Im Produktmarketing und besonders im Einzelhandelssektor macht die steigende Menge an Inhalten, die bei jedem Verkauf erforderlich ist, die Nutzung einer Digital-Asset-Management-Lösung immer notwendiger. Man schätzt, dass Modemarken durchschnittlich 8 Bilder pro Produkt verwenden. Ein DAM ermöglicht also die Vereinheitlichung der Markenkommunikation, die Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen Kundenerlebnisses auf den unterschiedlichen Kanälen und an den verschiedenen Berührungspunkten und die Konformität aller erstellten Inhalte.

Optimierung und Personalisierung der Omnichannel-Strategie durch das DAM

Eine DAM-Lösung ermöglicht es nicht nur, Produktblätter zu füllen, sondern auch abgestimmt auf die jeweiligen Distributionskanäle zu personalisieren. Die Kanäle werden immer zahlreicher und ihre Formate entwickeln sich immer weiter. Mithilfe der fortschrittlichen Video-Management-Funktionen ermöglicht Ihnen das DAM, Produktseiten zu optimieren, so wie es Marken wie Nike, Asos oder auch Decathlon tun, die für fast alle Produkte Anwendungsvideos zur Verfügung stellen (wie beispielsweise für Fahrräder). Eine Praxis, die sich immer stärker verbreitet, um Kunden, die im Internet nach Produkten suchen, schneller zu gewinnen und zu überzeugen – und das alles in einem sehr wettbewerbsstarken Umfeld.

PIM, das Repository für Produktinformationen

Das PIM ermöglicht es, dem Verkäufer, dem Händler oder dem Kunden alle benötigten Informationen zur Verfügung zu stellen, um ihn beim Kauf oder Verkauf des Produktes anzuleiten. Es dient als einziges und sicheres Repository für alle Daten rund um das Produkt (Eigenschaften, Beschreibung, Nutzung usw.). Darüber hinaus kann das PIM alle Daten verwalten, die für die Content-Erstellung erforderlich sind und für den Verkaufsprozess eingesetzt werden (Print-Kataloge, PDFs, Produktblätter auf einem Marktplatz, Verpackungen usw.). Durch die Zentralisierung dieser Informationen stellt das PIM in Kombination mit einem DAM die Konsistenz von Marketingprodukten sicher.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit zeigt diese Infografik nur einen Teil der zahlreichen Aufgaben der unterschiedlichen Softwaresysteme, die im Marketing eines Unternehmens eingesetzt werden. Wir haben uns auf die Hauptaufgaben des Produktmarketings und auf die Lösungen konzentriert, die üblicherweise mit dem DAM und dem PIM verbunden sind. Es wird Ihnen sicher auffallen, dass in dieser Infografik die Tools für das Influencer-Marketing oder auch für Kundenakquise-Spezialisten fehlen.

3 Fragen an einen Experten

Arnaud Bernard, Technical Director Galilée, Wedia Group

Arnaud Bernard, Directeur Technique bei Galilée (Wedia Group)

Vor welchen Herausforderungen stehen Produktmarketingteams heute?

Den Marketingteams fehlen vor allem die Tools, um generell auf Informationen zuzugreifen. Das betrifft sowohl visuelle Elemente (Produktblätter, Stimmungsbilder, Logos, Piktogramme usw.) als auch eher datenbankbezogene Elemente wie Informationen für ein Datenblatt, Charakteristika einer Marke oder auch Beschreibungen der Produktpalette oder regulatorische Inhalte. Oder, um es anders zu sagen: Sie verfügen über kein Tool, mit dem sie all diese Informationen auf einer einzigen, einheitlichen Oberfläche verwalten können, wodurch sie deutlich Zeit einsparen würden.

Obwohl Marketingteams nicht über ausreichend Tools verfügen, müssen sie immer mehr konsolidierte Informationen für die verschiedenen im Laufe der Zeit immer weiter zunehmenden Distributionskanäle liefern. Dadurch wird diese Aufgabe immer komplexer und bindet immer mehr Ressourcen. Webbasierte Kanäle erfordern die Erstellung von Exporten, die ein bestimmtes Format haben und unterschiedliche Vorgaben (Bilder, Logistik, Rechtsvorschriften) berücksichtigen müssen. Leider zwingt die isolierte Nutzung der einzelnen Lösung im Unternehmen die Teams dazu, sehr viel Zeit dafür aufzuwenden, all diese Daten manuell umzuwandeln und für die verschiedenen Kanäle vorzubereiten.

Welche Vorteile bringt eine Kombination aus DAM und PIM? Wie entsprechen sie den Erwartungen des Marketingteams?

Es ist heutzutage nur schwer denkbar, beispielsweise ein Produktblatt auf einer Website zu präsentieren, ohne dass mindestens 3 bis 4 verschiedene Bilder angezeigt werden, die der Internetnutzer vergrößern kann, oder dieser eine Bedienungsanleitung, ein Sicherheitsdatenblatt usw. einsehen kann. Es gibt zahlreiche Bildformate, die unabdingbar für die Darstellung eines Produkts sind, und die Aufgabe eines DAMs ist es, diese zu verwalten.

Das DAM verfügt über alle Funktionen, die den Anforderungen der Marketingteams perfekt entsprechen. Es beinhaltet die Daten im nativen Format (nützlich für Printanwendungen); oft werden aber auch abgewandelte Formate benötigt, wie beispielsweise für Ausgabedaten im Internet. Mithilfe des DAMs kann das Marketing auf mehrere alternative Formate zugreifen, die genutzt werden können, um Content mit verschiedenen Informationen aus dem PIM zu verknüpfen. Das ist besonders wichtig, wenn wir bedenken, dass ein DAM, wie das von WEDIA, auch Lösungen zur Content-Übermittlung bedient wie z. B. ein CDN (Content Delivery Network). Wenn wir also bedenken, dass das DAM die vom PIM validierten Produktbilder ausspielt, können Marketingteams folglich auf den Websites der verschiedenen Marken alle websiteübergreifenden statistischen Werte aus der Anzeige und Nutzung von Bildern in den verschiedenen Produktblättern zurückerhalten.

Wie kann man die Lösungen erfolgreich in den immer komplexeren Martech-Stack integrieren?

Der Erfolg ihrer Integration hängt von der wichtigen Aufgabe der Erstellung einer Datenstruktur ab, die es den Marketingteams ermöglicht, alle Elemente zu finden, die sie im DAM suchen. Aber wenn ein DAM und ein PIM kombiniert werden sollen, muss das PIM-Modell es ebenfalls erlauben, alle indexierten Bilder in das DAM zu integrieren. Der Schlüssel zum Erfolg ist also die Bereitstellung eines für alle beteiligten Teams verständlichen Modells, damit die Teams diese Tools täglich nutzen und zu einer zentralen Plattform für die Speicherung von Produktinformationen und Bildern machen können.

Man könnte auch die Integration eines DAM in ein MDM (Master Data Management) in Erwägung ziehen, wenn die zu verwaltenden Einheiten die Möglichkeiten eines PIMs übersteigen. Wir sprechen dabei also von der Verwaltung der Eigenschaften von Marken oder Produktportfolios, die auch ihr eigenes Erscheinungsbild haben können. Deshalb ist es bei der Umsetzung eines Integrationsprojekts essenziell, alle Bereiche des Unternehmens einzubeziehen. DAM und PIM betreffen nicht nur die Marketingteams, sondern sind auch für alle anderen Bereiche wichtig: Vertrieb- und Handelspartner, rechtliche Belange, Technik, Verpackung, internationale Geschäfte usw.

Der wichtigste Punkt ist schließlich, sich gute Partner zu suchen, die wissen, wie man solche Lösungen implementiert und die unterschiedlichen beteiligten Bereiche mithilfe von Aufgaben, Validierungsprozessen usw. koordiniert. Das mit dem DAM verknüpfte PIM muss nach Vorgaben strukturiert sein, die auf das Unternehmen zugeschnitten sind, und ein einzigartiges Repository bilden.

Als Unternehmen der Wedia-Gruppe entwickelt Galilée cloudbasierte Produktmarketingplattformen, die die Verwaltung und Verbreitung aller Markeninhalte und Produktinformationen für digitale, Print- und Verpackungsmedien erleichtern

Wie Sie Ihre Inhalte in den Dienst des Kundenerlebnis stellen können


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