Branchenstrategien für eine nachhaltige digitale Transformation

Zuletzt aktualisiert

4 Apr

2024

Von

Steffin Abraham

Dauer

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min

Veröffentlicht am

04. April 2024

Von

Marvellous Aham-adi

Branchenstrategien für eine nachhaltige digitale Transformation
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Was ist nachhaltige digitale Transformation?

Nachhaltige digitale Transformation ist eine ganzheitliche Geschäftsstrategie, die digitale Innovation mit Umweltprinzipien verbindet, um sicherzustellen, dass technologischer Fortschritt einen positiven Beitrag zum Schutz unseres Planeten leistet. Dazu gehören die Optimierung der digitalen Infrastruktur, die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Datenoperationen und der Einsatz von Technologien wie KI und IoT zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in globalen Wertschöpfungsketten.

Warum globale Unternehmen Nachhaltigkeit bei digitalen Innovationen priorisieren

Der Ruf nach einer nachhaltigen digitalen Transformation wird durch eskalierende Umweltprobleme und sich wandelnde Erwartungen der Stakeholder vorangetrieben. Der Klimawandel und die Erschöpfung der Ressourcen sind nicht mehr nur externe Risiken, sondern zentrale operative Hürden, die dringende, technologiegestützte Lösungen erfordern.

Die umweltbewussten Verbraucher von heute bevorzugen zunehmend globale Marken, die sich für den Umweltschutz engagieren. Laut einer Studie der Harvard Business Review äußerten 65 % der Verbraucher den Wunsch, Produkte von Marken zu kaufen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen.

Darüber hinaus geben 66 % aller Befragten und 75 % der Millennials in einer McKinsey-Umfrage an, dass sie beim Kauf auf Nachhaltigkeit achten. Durch die Einführung nachhaltiger digitaler Praktiken verbessern globale Unternehmen ihre Markenreputation, ziehen sozial verantwortungsbewusste Kunden an und heben sich in wettbewerbsintensiven Märkten von der Konkurrenz ab.

Branchenübergreifende Strategien für eine nachhaltige digitale Transformation

Verschiedene Branchen stehen vor einzigartigen Herausforderungen, aber der Weg zur digitalen Nüchternheit basiert auf gemeinsamen technologischen Säulen. Hier erfahren Sie, wie führende Branchen den Wandel bewältigen.

1. Vertrieb und Einzelhandel

Einzelhändler konzentrieren sich auf „Circular Commerce“, indem sie Lieferketten optimieren und physischen Abfall durch digitale Alternativen reduzieren.

  • Multifunktionale digitale Integration: Durch den Ersatz herkömmlicher Hardware durch energieeffiziente mobile Geräte wird der CO2-Fußabdruck während des Lebenszyklus der Hardware reduziert.
  • KI-gesteuertes Lieferkettenmanagement: Zu den entscheidenden Schritten zur Erreichung von Nachhaltigkeit gehört der Einsatz fortschrittlicher Datenanalysen, um Überbestände zu reduzieren und Abfall zu minimieren.
  • Blockchain für Transparenz: Intelligente Verträge auf der Blockchain können Nachhaltigkeitsstandards durchsetzen. Mit Scan-to-Transparency-Funktionen können Verbraucher über QR-Codes die Herkunft der CO2-Bilanz eines Produkts einsehen.

Wie Decathlon mit Wedia über 8,5 Millionen Assets verwaltet, zeigt, wie ein globaler Einzelhändler seine Geschäftstätigkeit skaliert und dabei eine strenge Asset-Governance und Ressourceneffizienz aufrechterhält.

2. Herstellung

Globale Hersteller nutzen „Digital Twins“ und EMS (Energiemanagementsysteme), um den Verbrauch in Echtzeit zu überwachen, zu steuern und zu optimieren.

  • Virtuelles Prototyping: Computergestütztes Design reduziert den Bedarf an physischen Prototypen und senkt so den Materialverbrauch erheblich.
  • Vorausschauende Qualitätskontrolle: Maschinelles Lernen erkennt Fehler frühzeitig im Produktionszyklus und sorgt dafür, dass weniger Ressourcen für fehlerhafte Produkte verschwendet werden.
  • Dezentrale Energiesysteme: Die lokale Verwaltung von Energieressourcen in der Nähe des Produktionsortes führt zu einem widerstandsfähigeren und reaktionsfähigeren Energienetz.

Wie Super Vac Wedia nutzt, um Assets in seinem komplexen Händlernetzwerk zu finden und zu teilen, zeigt, wie leistungsstark die Zentralisierung von Informationen ist, um redundante Produktionszyklen zu reduzieren.

3. Finanzdienstleistungen und Versicherungen (FSI)

Der FSI-Sektor nutzt die Digitalisierung, um papierlose Abläufe und umweltfreundliche Fintech-Lösungen voranzutreiben.

  • Cloud-Migration: Durch die Umstellung auf die Cloud können der Energieverbrauch um 65 % und die CO2-Emissionen um 84 % gesenkt werden.
  • Durchgängige Digitalisierung: Durch die Einführung digitaler Signaturen, Online-Transaktionen und elektronischer Berichterstattung wird die Umweltbelastung durch umfangreiche Dokumentationen reduziert.
  • Impact-Investing-Plattformen: Die Entwicklung digitaler Tools zur Finanzierung grüner Initiativen trägt dazu bei, die Wirtschaft insgesamt auf Nachhaltigkeit umzustellen.

Die Art und Weise, wie Covea Insurance und seine Marken Wedia nutzen, um regulatorische Verpflichtungen zu erfüllen, verdeutlicht, wie Digital Asset Management sowohl Compliance als auch betriebliche Effizienz gewährleistet.

4. Life Sciences

Die Life-Sciences-Branche nutzt Hochleistungsrechner, um die Arzneimittelforschung zu beschleunigen und den Energieverbrauch von Labortests zu senken.

  • Telemedizin und Fernüberwachung: Virtuelle Pflegeplattformen minimieren den CO2-Fußabdruck der Gesundheitsversorgung.
  • Nachhaltiges Labormanagement: Digitale Inventarlösungen optimieren den Datenaustausch und senken den Energieverbrauch vor Ort.
  • KI in Forschung und Entwicklung: KI analysiert biologische Daten, um Wirkstoffziele schneller zu identifizieren und so die Anzahl der erforderlichen physikalischen Tests zu reduzieren.

Wie GW Cosmetics seine bestehende Web2print-Lösung zu einer leistungsstarken Plattform für alle Marketing- und Kommunikationsmaterialien aufgerüstet hat, verdeutlichtdie Effizienz einer zentralisierten Marketingproduktion.

5. Automobilindustrie

Führende Unternehmen der Automobilbranche bewegen sich in Richtung Kreislaufwirtschaft, indem sie 3D-Druck für Ersatzteile und KI für die Flottenlogistik einsetzen.

  • Logistikoptimierung: KI- und IoT-Plattformen optimieren Lieferwege und Lagerverwaltung, um CO2-Emissionen effektiv zu verwalten.
  • Additive Fertigung: Der 3D-Druck kritischer Teile fördert die Kreislaufwirtschaft, indem er die Produktlebensdauer verlängert und den Transportbedarf reduziert.

Wie Volkswagen Nutzfahrzeuge auf Wedia setzt, um ein zentrales Markenportal zu verwalten, zeigt, wie globale Marken Konsistenz wahren und gleichzeitig lokalisierte Produktionsabfälle reduzieren.

6. Energie

Der Energiesektor steht an der Spitze der „Green IT“ und beschäftigt sich mit Smart-Grid-Technologien und verbraucherorientierten Messinstrumenten.

  • Smart Grid Distribution: Echtzeitüberwachung reduziert Verschwendung bei der Energieverteilung.
  • Umweltfreundliche IT-Praktiken: Durch die Implementierung energieeffizienter IT-Infrastrukturen und Cloud-Lösungen wird der ökologische Fußabdruck digitaler Abläufe reduziert.

Die Art und Weise, wie ENGIE und seine Tochtergesellschaften Wedia nutzen, um alle ihre Ressourcen auf einer einzigen Plattform zu zentralisieren, verdeutlicht den Wert einer einzigen zuverlässigen Informationsquelle für die globale Energiekommunikation.

Die Rolle von DAM-Systemen für digitale Nachhaltigkeit

Digital Asset Management (DAM)-Systeme wie Wedia dienen als strategischer Motor für digitale Nüchternheit. Durch die Zentralisierung von Assets vermeiden globale Marken die energieintensiven Kosten für doppelte Speicherung und redundante Inhaltserstellung.

Der „Eco-Design”-Ansatz von Wedia für 2026 umfasst einen Nachhaltigkeits-Score im Benutzer-Dashboard. Diese Funktion durchsucht das System nach ungenutzten, doppelten oder abgelaufenen Assets und gibt praktische Tipps zur Verbesserung der Umwelteffizienz. Wenn globale Marken diese „Dark Data”-Dateien löschen, verbrauchen Cloud-Server weniger Energie, was direkt zu einer Verringerung des CO2-Fußabdrucks des Unternehmens führt.

Darüber hinaus ermöglicht generative KI (GenAI) innerhalb des DAM Marketingteams die Erstellung individueller Varianten von Assets – beispielsweise durch Hintergrundentfernung oder Farbersetzung –, anstatt energieintensive neue Fotoshootings durchzuführen.

Hindernisse für nachhaltigen Fortschritt überwinden

Der Übergang zu einem grünen digitalen Modell ist nicht ohne Herausforderungen. Großunternehmen müssen sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Die Qualifikationslücke: Ein Mangel an Fachkräften, die sowohl digitale Architektur als auch ESG-Kennzahlen verstehen.
  • Legacy-Systeme: Veraltete Infrastruktur, die „technische Schulden“ und einen hohen Energieverbrauch verursacht.
  • Budgetbeschränkungen: Die Anfangsinvestition in Green IT kann erheblich sein, obwohl der langfristige ROI oft bei über 400 % liegt.

Um diese Hindernisse zu überwinden, sollten globale Marken auf transparente Kommunikation und schrittweise Umsetzung setzen. Die Unternehmensführung sollte mit gutem Beispiel vorangehen und messbare Netto-Null-Ziele festlegen, die mit den internen Investoren und den staatlichen Vorschriften im Einklang stehen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Zentralisierung ist Effizienz: Die Verwendung einer einzigen Quelle der Wahrheit (SSOT) reduziert redundante Speicherenergie und Verschwendung bei der Inhaltsproduktion.
  • Cloud Excellence: Die Migration zu integrierten Cloud-Plattformen wie Wedia reduziert die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Systemen um bis zu 84 %.
  • KI-gestützte Nüchternheit: Generative KI reduziert den Bedarf an physischen Fotoshootings, indem sie die Anpassung digitaler Assets ermöglicht.
  • Datengesteuerte ESG: Nachhaltigkeitsbewertungen auf digitalen Plattformen helfen Teams dabei, ihren digitalen CO2-Fußabdruck aktiv zu verwalten und zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

F: Wie trägt die digitale Transformation zu den Nachhaltigkeitszielen bei?

A: Es trägt dazu bei, indem es die Ressourcennutzung optimiert, physische Reisen durch virtuelle Tools reduziert und KI einsetzt, um Verschwendung in der Produktion und in Lieferketten zu minimieren.

F: Was sind die größten Hindernisse für eine nachhaltige digitale Transformation?

A: Zu den wichtigsten Hindernissen zählen die digitale Qualifikationslücke, Energieineffizienzen in veralteten Infrastrukturen und eine risikoscheue Unternehmenskultur, die sich neuen grünen Technologien widersetzt.

F: Wie können DAM-Systeme einem globalen Unternehmen helfen, nachhaltiger zu werden?

A: DAM-Systeme zentralisieren die Speicherung, wodurch der Energieverbrauch der Server reduziert wird. Außerdem automatisieren sie die Größenanpassung und Lokalisierung von Assets und verhindern so die Erstellung redundanter Inhalte und unnötigen Ressourcenaufwand.

F: Gibt es einen messbaren ROI für nachhaltige digitale Praktiken?

A: Ja. Großunternehmen, die auf Cloud-integrierte Nachhaltigkeitsmodelle umsteigen, verzeichnen häufig eine verbesserte betriebliche Effizienz (40 %) und eine schnellere Markteinführung (36 %) sowie Einsparungen bei den Energiekosten.

F: Was versteht man unter „digitaler Nüchternheit” im geschäftlichen Kontext?

A: Digitale Nüchternheit bezieht sich auf die Praxis, digitale Dienste so zu gestalten und zu nutzen, dass die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden, wobei schlanke Daten und energieeffiziente Hardware im Vordergrund stehen.

F: Wie hilft generative KI beim nachhaltigen Marketing?

A: Es ermöglicht Marken, vorhandene Ressourcen in neuen Formaten wiederzuverwenden (z. B. durch Ändern von Hintergründen oder Modellen), ohne dass dabei CO2-Emissionen durch physische Produktion und Fotoshootings entstehen.

F: Welche Rolle spielt Blockchain in nachhaltigen Lieferketten?

A: Blockchain bietet ein unveränderliches Hauptbuch, das die Herkunft und Zertifizierungen von Rohstoffen nachverfolgt und so Transparenz und die Einhaltung von Umweltstandards gewährleistet.

F: Kann eine nachhaltige digitale Transformation mehr Investoren anziehen?

A: Ja, institutionelle Anleger und Stakeholder bevorzugen zunehmend Marken, die ESG-Prinzipien in ihre digitalen Kerngeschäfte integrieren, da dies ein Zeichen für langfristige Widerstandsfähigkeit ist.

Fazit

Eine nachhaltige digitale Transformation ist für globale Marken kein Luxus mehr, sondern eine betriebliche Notwendigkeit. Durch die Integration von Ökodesign-Prinzipien in die digitale Infrastruktur und den Einsatz intelligenter Systeme wie Wedia DAM können Unternehmen einen erheblichen ROI erzielen und gleichzeitig zu einem gesünderen Planeten für zukünftige Generationen beitragen.

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