DAM Indirekter Verkauf und Marketplaces

Indirekte Verkäufe: DAM als zuverlässiger Partner für die Eroberung der Marketplaces

In der Welt des E-Commerce stellen sie mittlerweile einen ganzen Kontinent dar. Sie – wer ist das genau? Marktplätze bzw. Marketplaces, die gemäß dem Mirakl-Index ihre Umsätze im letzten Jahr um 81% steigern konnten. Mirakl zeigt außerdem, dass die Zahl der gelisteten Händler um 46 % angestiegen ist, was die Anziehungskraft dieser Handelsplattformen unter Beweis stellt. Ein weiteres Anzeichen: 53 % der Ende 2020 in den Top 15 der von der Fevad (frz. E-Commerce- und Distanzhandelsverband) gelisteten E-Commerce-Websites waren eigenständige Marketplaces. Dazu muss gesagt werden, dass sich die Typologie dieser Verkaufsplattformen stark ausgeweitet hat, von allgemeinen Anbietern (Rakuten, RueduCommerce, Cdiscount usw.) über Mode- und Beauty-Spezialisten (Vinted, Zalando usw.) bis hin zu Anbietern in den Bereichen Heim & Deko (Nature et Découverte, Camif …) sowie Elektronik (LCDC …). Und die Liste wird jeden Monat länger. Deshalb haben wir uns bei Wedia gefragt: Welche Vorteile haben die Interaktionen zwischen DAM und Marketplaces?

Für Hersteller und Marken stellen diese Plattformen einen wichtigen indirekten Verkaufskanal dar. Einen weiteren, den es neben den anderen digitalen (insbesondere den sozialen Netzwerken, in denen die E-Commerce-Funktionen ständig weiter ausgebaut werden) und physischen Kanälen (Franchisenehmer, Bereiche bei Drittanbietern usw.) zu steuern gilt. Und mit ihm kommt eine neue Herausforderung: Wie erobert man alle diese Bereiche, um die Omnipräsenz seiner Produkte zu gewährleisten?

Besser als Omnichannel: Omnipräsenz

Anders gesagt: Omnichannel-Management ist gut, aber noch besser ist es, die Omnipräsenz eines Produkts zu garantieren. Und für die Händler setzt diese Omnipräsenz eine vollständige Kontrolle der visuellen Contents voraus. Davon zeugt der Erfolg der Dropshipper. Diese Vermittler – bisweilen einfache Privatleute – spielen die Rolle von Mittelspersonen zwischen (oft chinesischen) Lieferanten und einer Zielgruppe, um ein Produkt zu verkaufen und Verkaufsprovisionen zu kassieren. Dropshipper sind Meister der Kunst, ein Produkt mithilfe von Bildern und Videos, die auf jeden Touchpoint (Facebook, YouTube, Twitch …) abgestimmt sind, zur Geltung zu bringen.

Die Marken müssen entsprechend eine doppelte Herausforderung meistern: Es muss ihnen gelingen, ihre Produkte in diesem wettbewerbsintensiven Universum hervorzuheben und gleichzeitig den Prozess auf der Ebene ihrer Aktivität zu industrialisieren. Das ist gar nicht so einfach, denn jeder Touchpoint pflegt seine eigenen Regeln. Jeder Marketplace hat seine eigenen Vorschriften, was das Management der Produktattribute und der dazugehörigen Bilder betrifft.

DAM und Marketplaces: Für Letztere ist das DAM ein Katalog von Medienservices

Eine Plattform begnügt sich mit einem einzigen Hauptbild, während andere ein komplettes Album fordern oder bestimmte Auflösungen verlangen, um einen guten Zoom zu gewährleisten. Vor allem die technischen Anforderungen (Bildverhältnisse, Bildmaße) unterscheiden sich von einer Website zur anderen. Das gilt für Bilder wie für Videos. 

Um die Omnipräsenz und – noch besser – die Qualität des Produkterlebnisses über alle indirekten Kanäle hinweg zu gewährleisten, muss man sich auf einen echten Katalog von Medienservices stützen. Services, die nur ein Unternehmens-DAM (Digital Asset Management) wirklich bereitzustellen in der Lage ist. Darunter insbesondere: 

  • Die automatische Indexierung der Medien, um die visuellen Contents mit den richtigen Produkten zu verknüpfen und langfristig die Hierarchie der Inhalte (Mastervideo, kurze Videos) zu managen, ganz gleich, ob sie von der Marke oder von Verbrauchern (UGC: User Generated Content) produziert wurden.
  • Die automatische Anpassung der Bild- oder Videoformate an die technischen Anforderungen des Erscheinungsortes sowie der von den Verbrauchern verwendeten Endgeräte.
  • Die Möglichkeit, einen Fokuspunkt in einem Bild zu definieren, um sicherzustellen, dass Bildzuschnitte immer zugunsten des hervorzuhebenden Produkts erfolgen.
  • Das Content Scoring oder, anders gesagt, die Analyse des Medienkonsums je nach Touchpoint, um Verbindungen zwischen Medientypen und den Plattformen mit den besten Konversionsraten zu identifizieren.

Dies sind nur einige Beispiele für die zahlreiche Funktionen, die ein DAM bietet, um optimale Produkterlebnisse dort bereitzustellen, wo das Produkt zum Verkauf angeboten wird.

Anzumerken ist auch, dass ein Unternehmens-DAM für den Austausch mit den anderen Elementen des Informationssystems konzipiert ist. Durch den Dialog mit dem PIM (Product Information Management) beispielsweise, in dem die Produktinformationen gespeichert sind, ist das DAM in der Lage, den jeweils aktuellen Produktbaum zu übernehmen und eine Übersicht über die verfügbaren oder fehlenden Inhalte zu liefern. Dank dieser Informationen können die Marketingteams die Content-Produktion besser steuern, ganz gleich ob die Priorität bei Packshots oder Stimmungsbildern liegt – beispielsweise um Produkte für die Festtage in Szene zu setzen.

Auch diesbezüglich dient das DAM einem Hauptzweck: der Pflege des Produkterlebnisses über den gesamten Lebenszyklus des Produkts hinweg.

Visuelle Produktinhalte als Treiber der Customer Experience


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